Sprung über die Elbe.
Hamburg stellt sich aktiv den Herausforderungen einer Metropole im 21. Jahrhundert. Mit dem Leitbild „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ wurde eine langfristige Entwicklungsstrategie formuliert, die auf qualitatives Wachstum und eine Erhöhung der Lebensqualität in Hamburg zielt. Der räumliche Schwerpunkt zur Umsetzung des Leitbilds der Wachsenden Stadt ist der Sprung über die Elbe. Eine nachhaltige und qualitätsvolle Stadtentwicklung für die
Elbinseln zwischen HafenCity und Harburger Binnenhafen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Elbinseln, Schauplatz der Internationalen Bauausstellung, liegen inmitten der geschäftigen Hansestadt, umschlungen von zwei Armen der Elbe. Fast 55.000 Menschen aus rund 40 Nationen leben auf diesen 52 Quadratkilometern, vor allem in den Stadtteilen Wilhelmsburg und Veddel. Diese Quartiere bilden mit dem Hamburger Hafen und vielen Naturreservaten die größte Flussinsel Europas zwischen dem Norden und dem Süden der Hansestadt.

Die Besonderheit der Elbinseln liegt in ihrer Lage, in der Vielfalt ihrer Kulturen und Lebensräume. Mit ihren Kontrasten ist es ein spannender Ort um die Zukunft der Metropole zu entwickeln. Qualitativ wachsen kann sie dabei nur, wenn sie sich in ihren Süden hinein entwickelt: über die Innenstadt und die neue HafenCity hinaus. Der logische Schritt südwärts führt damit auf die Elbinseln mit ihrer besonderen Geographie, ihrer unvergleichlichen Mischung von Kulturen, von Wohn-, Wirtschafts- und Hafennutzung. Stadt und Hafen, Marsch und Wasser formen hier einen einzigartigen Lebensraum: mit altem Wohnbaubestand, dörflichen Natur-Idyllen, überlasteten Verkehrsachsen, Industriebrachen, sozialen Brennpunkten und vielen Herausforderungen, die auf neue, spannende und wegweisende Ideen warten. Teile der Elbinseln wurden 1962 bei der großen Hamburger Sturmflut verwüstet, die Stadtteile Wilhelmsburg und Veddel sind bis heute von dieser Katastrophe geprägt.

Photos: © igs2013

Bis 2013 entsteht im Herzen der Hansestadt Hamburg ein weiterer Mosaikstein der grünen Metropole am Wasser: der Park der internationalen gartenschau hamburg (igs 2013). In Anlehnung an den berühmten Fantasieroman von Jules Verne entwirft die igs 2013 in sieben Themenwelten 80 fantasievoll gestaltete Gärten. Unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ erwartet den Besucher eine Zeit- und Weltreise durch die Landschaften dieser Erde, flankiert von attraktiven Spiel- und Sportangeboten, Gastronomie, Kunst- und Aktionsbühnen, Blumenschauhallen und verschiedenen Märkten mit Produkten aus der Region.
Als Großereignis mit überregionaler Strahlkraft wird die "internationale gartenschau hamburg" eine der größten Touristenattraktionen der Hansestadt im Veranstaltungsjahr. Weit über zwei Millionen Zuschauer werden im Jahr 2013 erwartet.

Das Gelände der Internationalen Gartenschau 2013 hat einen Namen: Wilhelmsburger Inselpark. Der Name unterstreicht die Insellage und die Verbundenheit mit dem Stadtteil.
Die Internationale Bauausstellung IBA 2013 ist eines der zentralen Projekte, mit dem der Sprung über die Elbe vom städteplanerischen Entwurf zur Realität wird. Sie macht den Sprungs über die Elbe erlebbar. Im Zusammenspiel mit der Internationalen Gartenschau 2013 wird erstmals die Zukunft der Metropole mit all ihren Facetten thematisiert.
Partnerprojekte der IGS 2013 in der Metropolregion
Ahlenmoor-Projekt Das größte Hochmoor im Landkreis Cuxhaven
Radfernweg Alte Salzstraße Der einstige Handelsweg von Lüneburg nach Lübeck
Norddeutsche Gartenschau im Arboretum des Kreises Pinneberg Historischer Hof mit über 4.000 verschiedenen Baumarten und Pflanzen
Barfußpark Egestorf Mit allen Sinnen die Natur erleben in der Lüneburger Heide
Festung wird Park – ein Park der verbindet die ehemalige Festungsanlage der Hansestadt Stade
Gartenrouten zwischen den Meeren
Flusslandschaft am Grünen Band im Biosphärenreservat
Fernwanderweg "
Herzogsweg" soll 2012 durch das Herzogtum Lauenburg führen
Freilichtmuseum Kiekeberg als landwirtschaftlicher Endeckergarten
Klosterpark
Harsefeld an der historischen Klosteranlage
Kunststätte
Bossard einzigartige Symbiose aus Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst
Kurpark
Mölln unter Denkmalschutz stehende Parkanlage
Kurpark
Bad Bevensen mit dem Sonnenuhrgarten und dem Garten der Sinne
Natur- und Erlebnispark
Bremervörde das grüne Juwel der Stadt
Rosarium der Stadt Uetersen Rosengarten in der ganzen Vielfalt
Sport- und Mehrgenerationenpark Seepark Bad Bodenteich ein moderne innerstädtisches Projekt
Weltvogelpark Walsrode mit über 4000 Vögeln in 650 Arten
Zertifizierter
Qualitätswanderweg durch die Lüneburger Heide von Hamburg-Fischbek nach Celle
Winsener LuheGärten als Musterbeispiel für gelungene Nachnutzung des ehemaligen Gartens der Landesgartenschau
Zukunftszentrum Mensch - Natur - Technik - Wissenschaft als Erlebnispark
Blick aus luftigen Höhen auf die Gartenschau!

Ein Bahnhof befindet sich im Haupteingangsbereich mit der Welt der Häfen. Die Bahnstrecke führt über eine Länge von 3400 Metern in einem Rundkurs durch das rund 100 Hektar große Gartenschaugelände und hält an drei Stationen. Vom Haupteingangsbereich fährt die Bahn entlang der Welt der Bewegung und der Welt der Kontinente

Welt der Kontinente, Bild: igs 2013 gmbh/Gärtner und Christ

zum Südpunkt des Parks, wo sich die Kulturlandschaften präsentieren und der Markt der Möglichkeiten Produkte aus der Region anbietet. Hier kann der Besucher ein- und aussteigen.

Kulturlandschaften, Vogelperspektive, Bild: igs 2013 gmbh/Gärtner und Christ

Weiter geht es entlang des Kuckucksteichs, quer über die heutige Wilhelmsburger Reichsstraße und dann in den Westen des Geländes, in die Wasserwelten, wo sich ein attraktiver Gastronomiestandort befindet. Auch hier ist ein Bahnhof vorgesehen. Der letzte Streckenabschnitt führt dann zum Ausgangspunkt am Eingangsbereich zurück.

Wasserwelten, Blick aus der Bahn, Bild: igs 2013 gmbh/Gärtner und Christ

Die Monorail-Bahn ermöglicht den Gartenschaubesuchern einen Blick aus luftigen Höhen. Auf bis zu sechs Metern Höhe und etwa 15 Stundenkilometern dreht die Bahn auf einer Strecke von rund 3400 Metern ihre Runden und hält an drei Bahnhöfen. Sie ist Attraktion und Transportmittel in einem.

Bilder: igs 2013 Gartenschaubahn_Front; INTAMIN ®

Ist die Fahrt an sich ein Highlight der Gartenschau, so ist die Bahn aber auch ein wichtiges Transportmittel für ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern, die die Reise durch die Erlebniswelten auf dem 6,5 Kilometer langem Rundweg nicht allein zu Fuß zurücklegen können oder möchten. Die Bahnhöfe sind barrierefrei und es sind Abteile für Rollstuhlfahrer vorgesehen. Sieben Züge mit je dreizehn Wagen, die jeweils 78 Sitzplätze bieten, können während der igs 2013 stündlich über 2000 Menschen transportieren. Mit einer Geschwindigkeit von ca. zehn bis fünfzehn Kilometer pro Stunde dreht die Gartenschaubahn im Veranstaltungsjahr lautlos und umweltfreundlich ihre Runden. Die Erfahrungen aus anderen Gartenschauen zeigen, dass eine solche Bahn unter den Besuchern eine hohe Akzeptanz hat und gern für eine Fahrt ein Ticket gelöst wird.

Gartenschaubahn_Kabinen; INTAMIN ®

Auf bis zu sechs Metern Höhe können die Besucher der internationalen gartenschau hamburg (igs 2013) in zwei Jahren über das Gartenschaugelände schweben. Die Fahrt mit der Einschienenbahn ermöglicht den Gästen eine völlig andere Perspektive auf die Gärten, die in sieben Erlebniswelten liegen. Die Gartenschaubahn wird auf Stelzen langsam und leise in verschiedenen Höhen über das Gelände rollen. Sie ist somit Transportmittel und Attraktion in einem. Gebaut und betrieben wird die Bahn von dem Unternehmen „INTAMIN Bahntechnik und Betriebsgesellschaft mbh“, die bereits jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet hat. Die Gesamtkosten für die Einschienenbahn werden rund 13 Millionen Euro betragen und anteilig von der igs 2013 gmbh und von der INTAMIN Bahntechnik und Betriebsgesellschaft mbH getragen. Die Aufwendungen sollen durch den Fahrpreis und durch den Weiterverkauf der Bahn nach der Gartenschau refinanziert werden.