Die HafenCity ist das ambitionierteste innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt in Europa. Die Innenstadt wird um ca. 150 ha erweitert, davon ca. 100 ha Landfläche. Wohnungen, Büros, Einkaufscenter, ein Kreuzfahrtterminal, Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie die Elbphilharmonie entstehen zwischen Speicherstadt und Elbe, Kaiserhöft und Elbbrücken. Das maritime Flair des Hafens soll erhalten werden. Der neue Stadtteil bildet außerdem eine Art Brückenkopf für den Sprung über die Elbe nach Süden. Zwei neue U-Bahnhöfe sind im Bau. Ab 2011 sollen die Züge Richtung Jungfernstieg fahren. Zahlreiche Hamburger und Touristen spazieren bereits jetzt bei schönem Wetter entlang des Grasbrookhafens über die Promenade am Dalmannkai. Mit den Magellan- und den Marco-Polo-Terrassen bietet die HafenCity inzwischen zwei öffentliche Plätze mit Wasserblick.
Port of Hamburg Hafen Hamburg, das offizielle Portal für die Hafenwirtschaft. Die Geschichte des Hamburger Hafens erstreckt sich über 800 Jahre. Eine erste Hafenanlage wurde 1188 am Nikolaifleet errichtet, als man die Neustadt gründete. Am 7. Mai 1189 sicherte Kaiser Friedrich I. Barbarossa den Hamburgern in einem Freibrief unter anderem die Zollfreiheit auf der gesamten Unterelbe zu. Sie verschaffte der Hansestadt entscheidende Vorteile im Wettbewerb mit den anderen Hafenstädten an der Elbe. Dieser 7. Mai wird jährlich als Hafengeburtstag gefeiert. Im zweiten Weltkrieg wurden 80 % des Hafens zerstört. Nach der großen Sturmflut 1962 wurden zahlreiche Flutsicherungswerke gebaut. Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen Deutschlands. Ende der 80er Jahre liefen rd. 16 Tsd. See- und rd. 18 Tsd. Binnenschiffe den Hafen an. Zwischenzeitlich sind es 10 Tsd., allerdings größere Schiffseinheiten, vor allem die größten Containerschiffe der Welt. Deshalb muß in größeren Intervallen die Elbe vertieft werden.
Südlich der Speicherstadt ist die HafenCity, ein lebendiges, innerstädtisches Quartier am Wasser mit einer gemischten Nutzung aus Wohnen, Büro, Freizeit, Einzelhandel und Kultur entstanden.
Nördlich der Speicherstadt ist die Altstadt Hamburgs, das Katharinen-Viertel. Die Entwicklung dieses Viertel um die St. Katharinen Kirche ist eines der letzten zusammenhängenden Entwicklungsgebiete in der Innenstadt.
Speicherstadt
Die Speicherstadt ist ein einzigartiger Lagerhauskomplex und repräsentiert seit 1888 Hafen- und Handelsgeschichte. Auf über zwei Kilometern wurde hinter den Backsteinfassaden Kaffee, Kakao und Gewürze gelagert und gehandelt. Die "Stadt in der Stadt" war der traditionelle Sitz des hamburgischen Kaffeehandels und der bedeutendste Handelsplatz für Orientteppiche weltweit. An den malerischen Fleeten haben sich unterschiedliche Attraktionen, Ausstellungen und Museen entwickelt.
Lagerhäuser am Fleet.
Info
Im Kesselhaus, früher Energiezentrale für die Speicherstadt, befindet sich das Informationszentrum für Hamburgs bedeutendstes Stadtentwicklungsprogramm, die HafenCity. Anhand des 8x4 Meter großen Modells können Sie einen Blick auf den zukünftigen Stadtteil werfen und sich über den Realisierungsstand informieren.
Das Hafenmuseum Hamburg befindet sich im Hansahafen Schuppen 50A. Auf dem umliegenden Freigelände werden alte Kaikräne, historische Bahnwagen und Geräte für den Containerumschlag gezeigt. Im Hansahafen hat auch der historische Stückgutfrachter "MS Bleichen" festgemacht. Der Sandtorhafen, der Traditionsschiffhafen der Stiftung Hamburg-Maritim mit historischen Schiffen in der modernen Architektur der HafenCity oder der Museumshafen in Oevelgönne direkt an der Elbe mit seinen alten Schiffen, die zum Teil auch gemietet werden können wie der Dampfschlepper Claus D. oder die Woltmann. Fotos im Album. Gewürzgeschichte aus den letzten fünf Jahrhunderten vom Anbau bis zum Fertigprodukt erleben Sie im Spicy´s Gewürzmuseum, das einzige weltweit, mitten in der Speicherstadt. Das Deutsche Zollmuseum im alten Zollamt "Kornhausbrücke" untergebracht, präsentiert die Zollgeschichte vom Altertum bis zur Gegenwart. 800 qm lebendige Zollgeschichte und Gegenwart. Auf dem 3. Boden eines über 110 Jahre alten Speichers finden sie im Speicherstadtmuseum Kaffeesäcke, Teekisten, Kautschukballen und Tabakfässer. Hier erleben Sie die authentische Atmosphäre der Speicherstadt und ihre wechselvolle Geschichte. Im Prototyp, dem Hamburger Automuseum auf 2.500 qm Fläche, finden sie Historische Renn- und Rekordwagen sowie Prototypen der Nachkriegszeit im modernen Ambiente.
Eine Ausstellung, in der es nicht zu sehen gibt. Dafür jede Menge zu entdecken. Erleben Sie alltägliche Situationen im Leben ohne Ihren Sehsinn im Dialog im Dunkeln. Begeben sie sich auf eine Reise in absoluter Dunkelheit.
In dem Buch sind alle erwarteten Schiffe mit den genauen An- und Ablegeterminen inklusive Liegeplätzen dokumentiert. Aber nicht in langweiliger Tabellenform, sondern im Magazinformat mit einem umfassenden Textteil und über 300 Hochglanzbildern – also optisch wie grafisch opulent ausgestattet. Alle 27 Luxusliner, die in diesem Jahr Kurs auf die Elbmetropole nehmen, werden auf mindestens einer Doppelseite ausführlich mit allen Stärken und Schwächen sowie ihren technischen Daten und mit vielen Bildern vorgestellt. Hinzu kommen Reportagen rund um maritime Themen.
Das Jahrbuch 'Cruise Liner in Hamburg' ist ab sofort für 12,80 Euro im Buchhandel erhältlich, kann direkt unter www.cruise-liner-in-hamburg.de oder bei Amazon (oben) bestellt werden.
Am Vasco-da-Gama-Platz hat sich Feinkost HafenCity niedergelassen. Hier gibt es Spezialitäten aus Italien, Spanien und Frankreich. Für Teeliebhaber das Meßmer Momentum in der HafenCity. Auf 750 qm Tee sinnlich erleben und etwas über stilvolle Teekultur erfahren.
25hours Hotel, das erste Hotel in der HafenCity zwischen Elbe und Speicherstadt. Hat bereits einen Spitznamen, "Seemannsheim".
Kultur
Im Kaispeicher A entsteht die Elbphilharmonie.
Besuchen Sie die größte Modelleisenbahn der Welt. Daneben erwartet Sie im Hamburg Dungeon eine Zeitreise durch die dunkle Vergangenheit der Stadt. Eine unterhaltsame Show mit Schauspielern, Fahrattraktionen und Effekten wie den großen Brand von 1842, den 30jährigen Krieg oder die Hinrichtung von Klaus Störtebeker.
Besuchen Sie die Cap San Diego, das weltgrößte seetüchtige Museums-Frachtschiff. Erleben Sie 160 Meter Seefahrtsgeschichte. In den Passagierkabinen können sie auch übernachten. Die Rickmer Rickmers wurde 1896 als Vollschiff aus Stahl gebaut und liegt seit 1987 im Hamburger Hafen. Das Feuerschiff wurde nach alter Tradition in Nietenbauweise hergestellt. Der historische Stückgutfrachter Bleichen am 50er Schuppen. Eines der größten nichtatomaren U-Boote ist das U-434, ein ehemaliges russisches Spionage-U-Boot.
Ballinstadt
Das "Tor zur Welt", wie Hamburg oft genannt wird, war für ca. 5 Millionen europäischer Emigranten zwischen 1850 und 1939 die Hansestadt. Hier gingen sie an Bord, um in der "Neuen Welt" ihr Glück zu suchen. Auf dem Gelände der "Auswandererhallen", die 1901 von der Reederei Hapag errichten wurden, entstand das Museum "BallinStadt". Hier können Besucher auf modernste Weise erleben, wie die Menschen den Sprung in ein neues Leben wagten. Das Gegenstück befindet sich auf Ellis Island Immigration Museum in New York, wo sich auch die Freiheitsstatue (The Statue of Liberty) befindet.
Das auffällige Bürogebäude "Dockland" sieht aus wie ein Schiffsbug, der 40 m über die Wasserfläche ragt. Auf dem Dach befindet sich eine öffentliche Aussichtsplattform. Das Gebäude ist Teil der "Perlenkette" am Neumühlener Elbufer.
Das historische Gebäude im Hintergrund war ein historisches Kühlhaus aus den 1920er Jahren und ist jetzt ein nobles Seniorenstift. Im Vordergrund die "Woltmann" im Museumshafen Övelgönne.
Aus einer entkernten und restaurierten Mälzerei aus dem Jahre 1907 wurde das "Stilwerk Hamburg" im Jahr 1996 fertiggestellt und ist ein Zentrum für Einrichtung, Design und Lifestyle. Es ist ein Teil des Altonaer Elbufers, dessen erfolgreicher Verein "elbmeile e.V." sich die "Tradition des Altonaer Fischmarktes und Hafens zu schützen und zu fördern" auf die Fahne geschrieben hat.
Am Hamburg Cruise Center, dem Kreuzfahrtterminal in der HafenCity, machen jährlich ca. 100 Kreuzfahrtschiffe fest, mit Steigerung. An der originellen Architektur aus See-Containern macht nicht nur die QM2 fest. Lesen Sie mehr ...
Kaffeetrinker können am Großen Grasbrook im Café Pascucci aus 60 Kaffeegetränken wählen. Restaurant und Weinhandel im Weinspeicher B, leichte, frische Küche aus übersichtlicher Karte und Weine, die überwiegend auch glasweise ausgeschenkt werden und natürlich auch mitgenommen werden können. Exotische Gerichte und Cocktails bei Lounge- Musik gibt es im Chilli- Club an den Magellan- Terrassen. Mehr Restaurants in der HafenCity hier. Der alte Fischmarkt entwickelt sich immer mehr zu einer Gourmetmeile. Neben Henssler und Henssler und vielen anderen Restaurants ist in einem ehemaligen Fischbetrieb auch das Seepferdchen untergebracht. Sehr interessante Location im Bistrocharakter. Gerichte im euroasiatischen Stil. Auch am Hafen in der ehemals berüchtigten Hafenstraße oberhalb der River Kasematten am St. Pauli Fischmarkt ist der Schauermann. Sehr schöne Aussicht und noch schöneres Essen. Interessante Menüpreise. Mitten im Potrugiesenviertel am Hafen ist das Porto. Ebenso das Aquario. Vietnamesische Küche vom Feinsten im Indochine Richtung Neumühlen. Eurasisch im Designhotel East auf dem Kiez. Das neueste Hochhaus am Kiez, das Empire-Riverside Hotel, beherbergt auch das Restaurant Waterkant. Inspiriert durch die Nachbarschaft des Hafens gibt es internationale Küche. Im 20. Stock befindet sich die Lounge- Bar 20up mit einem grandiosen Blick auf den Hafen. Die 7 Meter hohen Fenster sind nichts für Menschen mit Höhenangst. In der Speicherstadt befindet sich das SchönesLeben, ein Bistro-Restaurant mit überschaubarem Angebot. Die Fischauktionshalle und das Gröninger gehören zum selben Gastronomen. Direkt an der Elbphilharmonie ist ein Ableger des Jacobs, die Brasserie Carls. TIPP. In der Speicherstadt das Vlet. Moderne ambitionierte Küche. Mit Schwächen im Service der ChilliClub. TIPP. Ebenfalls in der Speicherstadt/ HafenCity das Wandrahm mit Schwächen in der Speisenbeschreibung. Interessante Lichtsituation im Restaurant. Parkplätze im der Tiefgarage. Cucina Italiana im La Baracca. Das Ristorante ist im Landhausstil eingerichtet. An rustikalen Holztischen sitzen Sie teilweise auf Holzbänken, in anderen Bereichen des Restaurants auf modernen, farbenfrohen Stühlen. Durch deckenhohe Fenster blicken Sie auf alte Speicher und Designbauten der Hafencity. Den Köchen können Sie beim Zubereiten der Speisen durch die offene Küche über die Schulter schauen. In der Nähe ist auch die Speicherstadt Rösterei. Einfache, bodenständige Kneipengerichte bekommen Sie im Bistro Kaiserperle am Dalmannkai. Im Frühjahr 2012 eröffnet das Seafood-Grill-Restaurant Coast by East samt Sansibar Winelounge an den Marco-Polo-Terrassen mit Blick auf den neuen Yachthafen.
Geschichte
Hamburg war mit der Reichsgründung 1871 Bundesstaat des Deutschen Reiches. Hamburgs Staatsgebiet war aber Zollausschlussgebiet. Otto von Bismarck war ein leidenschaftlicher Politiker, der mit Hingabe für seine Überzeugungen rang. Und eine dieser Überzeugungen des Reichskanzlers war: Hamburg muss als größtes deutsches Einfuhrzentrum dem Deutschen Zollverein beitreten und Abgaben leisten. Jahrelang wehrten sich die Hanseaten dagegen, genoss Hamburg durch seinen Status als Freihandelsplatz doch weitgehend Unabhängigkeit und war von Einfuhrzöllen ausgenommen. Erst als der Reichskanzler drohte, die Zollgrenze bei Cuxhaven über die Elbmündung zu legen, lenkte Hamburg ein - und rang Bismarck dennoch einen Kompromiss ab. Am 25. Mai 1881 unterzeichneten Hamburg und das Deutsche Reich den Zollanschlussvertrag, womit Hamburg ab 1888 zum Deutschen Zollverein gehörte. Der Bau eines Viertels wurde notwendig, um die Aufnahme der Stadt in den Deutschen Zollverein zu ermöglichen und den Hafenbetrieb nicht durch Zölle zu stören. In dieser Enklave, das nicht dem deutschen Zollgebiet angehörte, sondern Freihafengebiet war, sollte weiterhin das angestammte Privileg der Hamburger Kaufleute gelten, Importgüter zollfrei lagern, veredeln und verarbeiten zu dürfen. Dadurch konnte der Überseehandel zollfrei abgewickelt werden. Am 1. Januar 2013 wird Hamburgs Freihafen aufgehoben.
Es war der Startschuss zum Bau der Speicherstadt. Weil die Kaufmannsspeicher zum damaligen Zeitpunkt über die gesamte Stadt verstreut waren und sich damit auf dem Gebiet befanden, das später zollpflichtig werden sollte, reagierten die Hamburger prompt. Auf der im Freihafen liegenden Kehrwieder- und Wandrahm-Insel wurden ab 1883 rund 1000 Häuser abgerissen, mehr als 20 000 Menschen mussten ihre Wohnungen räumen und wurden zwangsumgesiedelt. Zwischen 1885 und 1888 entstanden während des ersten Bauabschnitts 15 sieben- bis achtstöckige Lagerhäuser in der für Hamburg typischen neugotischen Backsteinarchitektur (Blöcke A bis 0) mit einer Gesamtfläche von mehr als 200 000 Quadratmetern. Am Ende waren in der Speicherstadt 24 Blöcke mit einer Gesamtlagerfläche von mehr als 300 000 Quadratmetern entstanden. Jeder Block hatte jeweils eine Wasser- und eine Landseite, womit Waren sowohl per Schuten über die Fleete als auch über die Straße transportiert werden konnten. Auf den Speicherböden lagerten die Quartiersleute, wie die selbstständigen Lagerhalter hießen, in erster Linie Waren wie Kaffee und Kakao, Tee und Gewürze. Pünktlich zum Beitritt 1888 wurde die Speicherstadt als Freihafengebiet eröffnet. Während des Zweiten Weltkrieges wurden bei den alliierten Luftangriffen in den Jahren 1943 und 1944 mehr als 50 Prozent der Gebäude zerstört, der anschließende Wiederaufbau war erst 1967 vollständig abgeschlossen. Es war eine Zeit, in der die Speicherstadt aber noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hatte, als mit den Folgen des Krieges. Die Einführung des Containers in den 1960er-Jahre revolutionierte die Häfen der Welt. Waren wie Kaffee, Tee und Kakao wurden zunehmend lose in Containern befördert, die aufwendige Anlieferung per Schuten in die Speicherstadt wurde zu teuer, viele Unternehmen gingen in den folgenden Jahrzehnten pleite. In den 1980er-Jahren, als die einstigen Waren der Speicherstadt an modernen ContainerTerminals umgeschlagen wurden, hielten die Teppichhändler Einzug in das Quartier. In kurzer Zeit wurde es zum weltweit größten Lager- und Handelsplatz für Orientteppiche. Weil aber die Händler allein mit ihren Teppichen nicht die immensen Flächen der Böden füllen konnten, wurde die 1991 unter Denkmalschutz gestellte Speicherstadt in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf andere Weise neu entdeckt. Wo früher Waren lagerten, sind heute Firmen, Agenturen, Verlage und Redaktionen angesiedelt, die die Vorteile des innenstadt- und wassernahen Quartiers schätzen. Für Touristen gehört ein Besuch der Speicherstadt seit Jahren zum Pflichtprogramm, entsprechend wuchs die Zahl der Lokale und Cafés. Und nicht zuletzt sind in den Speichern heute bedeutende Museen beheimatet, von denen sich viele der Geschichte des Quartiers widmen. So wie das Speicherstadtmuseum, wo ein Speicher originalgetreu erhalten ist, mit all den Arbeitsgeräten der Quartiersleute, die hier vor mehr als 120 Jahren anfingen, Kaffee, Tee und Gewürze zu lagern. Waren, die Jahrzehnte den Geruch des Viertels prägten, und die in manchen Museen noch heute ihren Duft verströmen.