Die Gründung des ersten öffentlichen Opernhauses Deutschlands in Hamburg am 2. Januar 1678 ist in doppelter Hinsicht ein emanzipatorischer Akt. Denn einerseits kann die "Erfindung" der Kunstform Oper selbst als ein Werk der Aufklärung betrachtet werden. Große musikalische Werke waren bis in das 17. Jahrhundert hinein automatisch Werke für den Gottesdienst oder zumindest religiös motiviert. Ein gewisses Maß an Säkularisierung war eine der Voraussetzungen für die Akzeptanz dieser neuen, sinnlichen Kunst. Andererseits ist die Tatsache, dass die Oper auch für Bürger zugänglich wurde, beachtenswert. Bis zur Eröffnung des hamburgischen "Opern-Theatrums" mit dem Singspiel "Adam und Eva oder Der Erschaffene, Gefallene und Aufgerichtete Mensch", von Johann Theile, waren Opernaufführungen ausschließlich einem adeligen und höfischen Publikum vorbehalten.
Der erste Opernbau, ein lang gestreckter, einem Schuppen ähnelnder Holzbau des italienischen Baumeisters Sartorio, steht zwischen Jungfernstieg - Ecke Gänsemarkt und den Colonnaden. Dessen Existenz geht zurück auf die Initiative einiger kunstsinniger Hamburger Bürger. Ratsherr Gerhard Schott, Jurist Peter Lütjens und Organist Johann Adam Reinken setzen nicht nur die Gründung eines öffentlichen Opernhauses im Senat durch, sondern bilden auch das erste Direktorium des auf privatwirtschaftlicher Basis geführten Opernhauses.
Doch so kurz nach ihrer Etablierung haben sich vor allem pietistisch gesinnte Theologen noch nicht mit dem sinnenfreudigen Bühnengeschehen abgefunden. Immer wieder bezeichnet beispielsweise Pastor Winkler von St. Michaelis die Oper als öffentliches Ärgernis.
»Ring«-Zyklen im Januar, Februar und März
Glänzendes Gold, ein mächtiger Ring, Riesen, Zwerge, Drachen und ein siegreiches Schwert – Richard Wagners Weltendrama »Der Ring des Nibelungen« ist Sage, Psychodrama, Thriller und Lovestory in einem. Die Geschichte um Macht und Intrigen, Liebe und Verrat hat Wagner zu einem grandiosen musikalischen »Gesamtkunstwerk« geformt, dessen Aufführung eine künstlerische Herausforderung für jedes Opernhaus darstellt. In Hamburg haben sich Opernintendantin und Generalmusikdirektorin Simone Young, Regisseur Claus Guth und Ausstatter Christian Schmidt dieser Aufgabe gestellt und von 2008 bis 2010 sehr erfolgreich einen neuen »Ring des Nibelungen« geschmiedet. Im Januar, Februar und März zeigt die Staatsoper Hamburg zwei komplette »Ring«-Zyklen mit hochkarätiger Besetzung: Unter der Musikalischen Leitung von Simone Young singen unter anderem John Wegner/Wolfgang Koch (Alberich), Falk Struckmann/Albert Dohmen (Wotan), Catherine Foster (Brünnhilde), Peter Rose/Alexander Tsymbalyuk (Hunding), Heidi Brunner (Sieglinde), Christian Franz (Siegfried) und Attila Jun (Hagen).
3. »Ring«-Zyklus:
»Das Rheingold«, 28. Januar 2012, 19.30 Uhr
»Die Walküre«, 5. Februar 2012, 16.00 Uhr
»Siegfried«, 12. Februar 2012, 16.00 Uhr
»Götterdämmerung«, 19. Februar 2012, 16.00 Uhr
»Das Rheingold«, 28. Januar 2012, 19.30 Uhr
»Die Walküre«, 5. Februar 2012, 16.00 Uhr
»Siegfried«, 12. Februar 2012, 16.00 Uhr
»Götterdämmerung«, 19. Februar 2012, 16.00 Uhr
4. »Ring«-Zyklus:
»Das Rheingold«, 1. März 2012, 19.30 Uhr
»Die Walküre«, 4. März 2012, 16.00 Uhr
»Siegfried«, 7. März 2012, 16.00 Uhr
»Götterdämmerung«, 11. März 2012, 16.00 Uhr
»Das Rheingold«, 1. März 2012, 19.30 Uhr
»Die Walküre«, 4. März 2012, 16.00 Uhr
»Siegfried«, 7. März 2012, 16.00 Uhr
»Götterdämmerung«, 11. März 2012, 16.00 Uhr
Fotos © Staatsoper
Die Staatsoper begrüßt in der Saison 2011/12 zwei neue Mitglieder im Ensemble: Rebecca Jo Loeb und Adrian Sampetrean.
Auch das Internationale Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper hat mit Thomas Florio ein neues Mitglied.
Karten unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.staatsoper-hamburg.de oder direkt per e-Mail unter ticket@staatsoper-hamburg.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
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Große Theaterstraße 25
20354 Hamburg
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Telefax: 040 / 35 68 610
Internet: www.staatsoper-hamburg.de
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